Einsatz von Mentoren

22. Januar 2024

Mündliche Frage von Frau Kirsten Neycken-Bartholemy an Frau Ministerin Lydia Klinkenberg

Zum Einsatz von Mentoren

Regierungskontrollsitzung des Ausschusses III vom 18. Januar 2024

Werte Frau Ministerin, werte Kollegen,
bereits vor etwas mehr als einem Jahr begrüßten wir den Einsatz von Mentoren in den Primar- und Sekundarschulen. Das Ziel ist, dass die Berufseinsteiger in ihrem ersten Jahr besser begleitet werden.
Mittel- und langfristig soll mit u.a. dieser Maßnahme dem Lehrermangel entgegengewirkt werden.
Uns als SP-Fraktion ist es wichtig, mit einer großen Bandbreite an Maßnahmen Lehrer zu halten und zusätzliches Personal ins Unterrichtswesen zu holen. Denn der Unterricht sollte jederzeit gewährleistet sein können.
Daher begrüßen wir von der SP-Fraktion grundsätzlich jede Maßnahme, die dazu beiträgt, den Unterricht zu gewährleisten. Und es freut uns, wenn jene Maßnahmen Früchte tragen.

Um dies zu überprüfen, lauten meine Fragen an Sie, werte Frau Ministerin:

  • Wie sind die bisherigen Erkenntnisse zum Einsatz von Mentoren?
  • Ist die Berufseinstiegsphase tatsächlich spürbar verbessert worden?
  • Welche Schlüsse ziehen Sie daraus für die zukünftige Personalpolitik im Unterrichtswesen?

 


Antwort der Ministerin:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
die Einführung eines Mentoring-Systems in den Grund- und Sekundarschulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft soll neuen Lehrkräften helfen, sich so gut wie möglich an
der jeweiligen Schule zu integrieren. Gerade die Berufseinstiegsphase ist von wesentlicher Bedeutung. Wenn dieser Einstieg nicht gut verläuft, kann bei neuen Personalmitgliedern die Sorge aufkommen, dass sie den schulischen Anforderungen nicht gewachsen sind. Im schlimmsten Fall führt dies zum Abbruch der Lehrerkarriere und die Personalmitglieder orientieren sich neu auf dem Arbeitsmarkt. Damit die neuen Lehrpersonen in der Berufseinstiegsphase die nötige Unterstützung erhalten, habe ich das Mentoring-Projekt initiiert.
Im September 2022 ging das Mentoring-Projekt in die Pilotphase. Bereits im April 2022 wurde eine Mentoren-Ausbildung von der Wissenschaftlichen Weiterbildung an der
Technischen Universität Dortmund E.V. durchgeführt. Im September 2023 startete das Projekt ins zweite Jahr. Ausgebildet wurden 21 Mentoren, von denen im Schuljahr 2022-
2023 18 und im Schuljahr 2023-2024 14 im Rahmen eines pädagogischen Sonderauftrags diese Aufgabe übernommen haben. Betreut wurden im Schuljahr 2022-2023 39 Mentees.
Im aktuellen Schuljahr 2023-2024 beläuft sich die Zahl auf 34, von denen bereits einige im letzten Schuljahr begleitet wurden. Insgesamt sind 68 Berufseinsteiger in den Genuss
des Programms gekommen. Aktuell läuft ein zweiter Ausbildungsgang für Mentoren, an dem 12 Lehrkräfte teilnehmen.
Vorgesehen ist, dass das Programm „Mentoring für Personalmitglieder in den beiden ersten Jahren der Berufseinstiegsphase“ im ersten Halbjahr 2024 nach der zweijährigen
Pilotphase evaluiert wird. Ziel der Evaluation wird sein, die Vor- und Nachteile des bestehenden Projekts zu eruieren, sowie eventuelle Anpassungen und Optimierungen
vorzunehmen. Da diese Evaluation folglich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht durchgeführt wurde, kann ich keine fundierte Rückmeldung zur Qualität des Projektes geben. Ich habe jedoch von Schulleitungen vereinzelt die Rückmeldung erhalten, dass sich das Mentoring positiv auf die Berufseinstiegsphase auswirkt.

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