Energie, UmweltMehr ...Kommentar: Zeit, dass sich was dreht!

4. November 2021
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Klimaschutz - COP26

Das Wort der Parteien | GrenzEcho 04.11.2021

Der Klimawandel wird immer sichtbarer und spürbarer. Das hat uns nicht zuletzt die Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli hierzulande überaus schmerzlich vor Augen geführt! Wir erleben weltweit immer zahlreichere und immer heftigere Naturkatastrophen. Durch präventives Handeln muss dem entgegengewirkt werden. Dennoch darf niemand auf der Strecke bleiben. Klimapolitik muss für jeden verkraftbar gestaltet werden. Im Idealfall stärkt sie sogar die Kaufkraft und schafft neue Arbeitsplätze. In den Augen der SP Ostbelgien muss Klimaschutz ambitioniert und sozial gerecht sein!

Aktuell findet die 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow statt. Vertreter aus fast 200 Nationen kommen zusammen, um über die Rahmenbedingungen für den globalen Klimaschutz zu verhandeln. Im Mittelpunkt steht die Umsetzung der Pariser Klimaziele. So soll u.a. die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Einige wichtige Schritte wurden bereits unternommen. Global gesehen muss aber noch sehr viel mehr passieren.

Wie muss die Klimapolitik aussehen? Es reicht nicht, sich auf Ziele zu einigen. Man muss sie anschließend umsetzen. Hier ist für uns eine Feststellung zentral:

Der Klimawandel trifft aktuell diejenigen am härtesten, die am wenigsten dazu beitragen.

Wenn also der größte Teil der Emissionen bereits heute von „reicheren Menschen“ verursacht wird, dann liegt es auf der Hand, diese mehr als die ärmeren in die Verantwortung zu ziehen. Wir müssen uns also fragen: Wie können Emissionen reduziert werden, während die benötigte Energie für jeden bezahlbar bleibt?

In Ostbelgien nutzen wir dazu bereits die Zuständigkeiten unseres Ministers Antonios Antoniadis. Sowohl im öffentlich geförderten als auch im privaten Wohnungssektor entstehen in Zukunft große Energieeinsparungen dank der bereits beschlossenen Maßnahmen.

Es ist an der Zeit, dass nicht nur unsere Erde sich bewegt, sondern WIR uns selbst mit ihr zum Wohle aller.

Denn nur so können wir zu einer Verbesserung des Klimaschutzes beitragen. Daher sollten wir u.a. die Kaufkraft klimafreundlich stärken, lokale Landwirtschaft unterstützen, unnötige Importe vermeiden, Emissionen reduzieren, Biodiversität schützen und den Energieverbrauch reduzieren. All diese Aspekte sind nur dann tragbar, wenn sie für jeden Ostbelgier finanzierbar sind.

Deshalb muss Klimaschutz für jedes Portemonnaie bezahlbar bleiben. Noch besser ist es, wenn Klimaschutz das Portemonnaie entlastet.

 

Für die SP Ostbelgien
Charles Servaty
Jean-Pierre Wetzels
Chantal Dormann