WohnungsbauEupen: Öffentlicher Wohnungsbau – Fusion durch Übernahme der OEWBE durch OWOB

16. Juni 2021
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Stadtratssitzung vom 31.5.2021

Öffentlicher Wohnungsbau Ostbelgien – Fusion durch Übernahme der OEWBE durch OWOB: a-d

Die Fusion der beiden Wohnungsbaugesellschaften ÖWOB (ehemals Nosbau) und Öffentlicher Wohnungsbau Eifel (ÖWBE) zu einer einzigen Wohnungsbaugesellschaft in der DG ist aus Sicht der SPplus zu begrüßen.

Wenn man die Kleinheit der DG berücksichtigt, dann ist es von Interesse die Kräfte in den neun Gemeinden zu bündeln, um ausreichend Fachkräfte in technischen Bereichen wie Wohnungsbau oder Raumordnung zu haben.

Wichtig ist, dass in Eupen mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht und dass dieser gesund ist. Aus der Erklärung geht hervor, dass Minister Antoniadis 67 Millionen Euro für den Neubau und die Sanierung von öffentlich geförderten Wohnungen einplant. Damit kann die Stadt Eupen arbeiten.

Bezahlbarer Wohnraum bedeutet aber für die SPplus, dass dieser auch für die Mittelschicht finanzierbar bleibt. Das betrifft zum einen die Mieten und zum anderen den Traum vom eigenen Haus.

Sowohl die Miet- als auch die Kaufpreise sind in den letzten Jahren gestiegen. Vor allem die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser sind im vergangenen Jahr durch die Coronapandemie kräftig rauf geklettert.

Immer weniger Menschen können sich ein Eigenheim leisten.

Wenn wir verhindern wollen, dass junge Familien aus Eupen wegziehen, dann müssen wir als Stadt entgegenwirken.

Die neuen Zuständigkeiten im Wohnungswesen und Raumordnung können uns dabei helfen, auf dieses Problem zu reagieren.

Die Schaffung einer gemeinsamen Wohnungsbaugesellschaft verstehen wir als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Stadt wird als Verwalter der Gesellschaft mit den anderen Gemeinden aktiv den öffentlichen Wohnungsbau steuern.

Darüber hinaus müssen wir aber darüber nachdenken, welche anderen Instrumente wir als Gemeinde nutzen können, um die Bevölkerung zu unterstützen, die über ein zu “hohes” Einkommen hat, um nach den aktuellen Kriterien im Wohnungsbau berücksichtigt zu werden.

 

Die SPplus möchte drei Vorschläge machen:

  • Wir sind der Meinung, dass die künftige Wohnungsbaugesellschaft auch im mittleren Wohnungsbau tätig werden sollte. Die Regierung hat angekündigt, die Kriterien für die Wohnungsvergabe zu reformieren. Deshalb sollte sich die Stadt Eupen in der AG Wohnungswesen dahingehend positionieren.
  • Damit der Traum vom eigenen Heim erschwinglich bleibt, sollte man zudem Grundstücke im Eigentum der Stadt zu bestimmten Konditionen jungen Familien anbieten. In der Gemeinde Amel wurde das bisher erfolgreich gemacht.
  • Darüber hinaus stellt sich für uns die Frage, welche Möglichkeiten die Stadt hätte, um bei größeren Parzellierungsprojekten die Städtebaugenehmigung an entsprechende Auflagen zu knüpfen, die den Wohnraum preislich erschwinglich machen. Man könnte sich vorstellen, dass bei größeren Wohnungsbauprojekten, eine Preisdeckelung für eine bestimmte Anzahl Wohneinheiten eingeführt wird.