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9. November 2020

Es wird wohl niemandem entgangen sein, dass das Coronavirus sich rasend schnell verbreitet und zum Teil zu schweren Krankheitsverläufen führt. Wer dies leugnet, kennt nicht die Situation in den belgischen Krankenhäusern. Es wurden Maßnahmen beschlossen, um der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. Denn die Kapazitäten der Krankenhäuser sind begrenzt. Kein Arzt will entscheiden müssen, wer behandelt wird und für wen die Ressourcen nicht mehr ausreichen.

Doch das Leben muss trotz aller Einschränkungen weitergehen. Deswegen wird neben der Eindämmung der Pandemie ein weiteres Ziel verfolgt: ein gutes Leben nach der Krise zu ermöglichen. Ein zu großer wirtschaftlicher Schaden muss vermieden werden. Deshalb wurden Unterstützungsmaßnahmen in Millionenhöhe beschlossen, damit die Unternehmen und Betriebe die Krise überstehen und deren Mitarbeiter ihre Arbeitsstelle auch über die Zeit der Krisenbewältigung hinaus behalten können.

Die Anzahl der Unterstützungsmaßnahmen und die Summe der dafür freigemachten Gelder sind beachtlich. Die Verdopplung des sogenannten „droit passerelle“, einer Art Arbeitslosengeld für Selbstständige, die ihre Tätigkeit aufgrund der beschlossenen Maßnahmen unterbrechen mussten, steuerrechtliche Maßnahmen, Vereinfachung der Umstellung der Arbeit und Maßnahmen, die direkt den Arbeitern und Angestellten zu Gute kommen, wurden auf nationaler Ebene beschlossen. Die Wallonische Region machte erst kürzlich über 154 Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen in den unterschiedlichsten Bereichen frei. Bereits beim letzten Mal konnten Betriebe in Ostbelgien sowohl diese Hilfen als auch zusätzliche Hilfen der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Anspruch nehmen.

Auch diesmal unterstützt die Deutschsprachige Gemeinschaft alle, die von der Krise schwer getroffen sind. So werden Unterstützungen in Höhe von mehr als 2 Millionen Euro für die Horeca-Betriebe und den gesamten Tourismussektor, zwei wichtige Bereiche der ostbelgischen Wirtschaft, wieder aktiviert. Ebenso macht die DG Geld für Vereine mit festen Infrastrukturen frei, die Einkommensausfälle in Kauf nehmen mussten und teilweise durch die Hygieneregeln verursachte Mehrkosten hatten.

 

 

 

Jean-Pierre Wetzels
Matthias Zimmermann

www.sp.be